Grußwort von Prof. Dr. Rüdiger Schulz-Wendtland
Grußwort von Frau Staatsministerin Helma Orosz

Grußworte

Grußwort von Prof. Dr. Rüdiger Schulz-Wendtland

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

im Namen der Deutschen Gesellschaft für Senologie möchte ich Sie herzlich
zur 26. Jahrestagung vom 31. August bis 2. September 2006 nach Dresden einladen.

Auch der diesjährige Kongress bietet wieder einen breiten Überblick über die aktuellen operativen, medikamentösen, aber auch insbesondere technischen Möglichkeiten in der Behandlung von Brusterkrankungen auf höchstem Niveau.

Die Diskussion neuester Erkenntnisse zur digitalen (kontrastmittelunterstützten) Mammographie mit Tomosynthese stehen ebenso im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Programms wie der computerisierte, echosignalverstärkte Ultraschall in 2-D-, 3-D- und 4-D-Technik oder die Kernspintomographie mit 1,5–3,0 T. Ferner werden Zukunftsvisionen in Form volldigitalisierter Untersuchungseinheiten innerhalb eines Brustzentrums, integriert in ein RIS-, KIS- und PACS-System, aufgezeigt.

Hier die Hauptthemen auf einen Blick

  • Komplementäre Mammadiagnostik mit
    • Mammasonographie
    • Farbdoppler +/– Echosignalverstärker
    • Digitale Mammographie
    • MRT/MRM
    • Interventionelle Methoden

  • Mammographie-Screening
  • Onkoplastische Chirurgie, Rekonstruktion
  • Adjuvante Hormon- und Chemotherapie
  • Radiotherapie
  • Palliative Hormon- und Chemotherapie
  • Brustzentrum

Der diesjährige Kongress beginnt mit Fortbildungsveranstaltungen am Donnerstagmorgen. Damit kommen wir einerseits dem regionalen Anliegen des Dresdner Universitätsklinikums entgegen, andererseits bieten wir den niedergelassenen Ärzten der Region Dresden ein attraktives Weiterbildungsprogramm. Auch das Angebot der auf der 25. Jahrestagung in Stuttgart sehr erfolgreich durchgeführten „Frühstücks-Educationals“ wird fortgeführt.

Die Sozialministerin von Sachsen, Frau Helma Orosz, hat die Schirmherrschaft für diese auf dem Gebiet der Senologie bedeutendste jährlich stattfindende Veranstaltung in Deutschland übernommen.

Dresden bietet Sehenswertes in vielerlei Gestalt: In keiner Architekturgeschichte fehlt der Dresdner Zwinger. Frauenkirche, Semperoper und Residenzschloss prägen wie viele weitere historische Baudenkmale und Ensemble das Bild der Stadt. Prachtvolle Uferpromenaden, interessante Museen und Einrichtungen, technische Denkmale, liebenswerte Details – Dresden hält viele Entdeckungen für Sie bereit.

Ich freue mich darauf, Sie in Dresden begrüßen zu dürfen.

Prof. Dr. Rüdiger Schulz-Wendtland
Tagungspräsident


Grußwort von Frau Staatsministerin Helma Orosz

Sehr geehrte Damen und Herren,

allen Mitgliedern der Deutschen Gesellschaft für Seno­logie und den Tagungsteilnehmern entbiete ich ein herzliches Willkommen. Sie wollen mit Ihrem Engagement dazu beitragen, die Lebensqualität an Brustkrebs erkrankter Frauen zu erhöhen und ihre Sterblichkeit zu senken. Sie erwartet ein umfangreiches Programm, bei dem neben der Versorgung auch Fragen der Aufklärung, der Diagnostik, der Krebsregister und der Nachsorge behandelt werden. Interdisziplinarität, Informationsaustausch und Beteiligung stehen dabei im Vordergrund.

Informationsaustausch und Beteiligung sind auch für die im Koalitionsvertrag der Sächsischen Staatsregierung festgeschriebenen Gesundheitsziele entscheidend. Wir sind auf die Mithilfe vieler gesellschaftlicher Gruppen angewiesen. Unser Gesundheitszieleprogramm soll zur Verbesserung der Gesundheit der Bevölkerung und zur Verbesserung von Strukturen, die Einfluss auf die Gesundheit haben, beitragen.

Wir beginnen ein neues Projekt, das über bisherige Einzelinitiativen hinausgeht und Ressourcen bündelt. Dabei reiht sich die Brustkrebsfrüherkennung im Freistaat Sachsen in eine politische Strategie ein, die den besonderen Stellenwert von Prävention und Gesundheitsförderung neben Kuration und Rehabilitation betont.

Ausgehend von dem im sächsischen Koalitionsvertrag verankerten Gesundheitsziel „Brustkrebs-Mortalität vermindern, Lebensqualität erhöhen“, sieht die Sächsische Staatsregierung ihre Aufgabe darin, qualitätsgesicherte fachübergreifende Brustkrebsfrüherkennungsmaßnahmen mit einer optimierten Versorgung im Krankheitsfall und geeigneten Maßnahmen der Rehabilitation und Nachsorge zu verzahnen.

Das Ziel der Früherkennung von Brustkrebs durch ein qualitätsgesichertes flächendeckendes Mammographie-Screening gemäß den Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen zur Früherkennung von Krebs­erkrankungen („Krebsfrüherkennungsrichtlinien“) ist, die Chancen auf Früherkennung und Heilung weiter zu erhöhen und damit zu einer Senkung der Brustkrebssterblichkeit beizutragen. Die erforderliche Einbeziehung aller Frauen der entsprechenden Altersgruppe erforderte eine gesetzliche Grundlage für das Programm.

Das Gesetz über die Durchführung eines Mammographie-Screenings wurde im Mai dieses Jahres vom Landtag verabschiedet. Mit der Einführung eines qualitätsgesicherten Mammographie-Screenings wer­den andere Früherkennungsmethoden wie die Tastuntersuchung beim Arzt und die Selbstuntersuchung der Brust jedoch nicht überflüssig. Insbesondere in den Intervallen zwischen den Screening-Terminen, aber auch darüber hinaus, stellen sie sinnvolle Ergänzungen zur Mammographie dar.

Die Deutsche Gesellschaft für Senologie ist uns stets ein wichtiger Partner. Hierfür sage ich Dank und bitte auch weiterhin um die Unterstützung.

Ihrer Tagung wünsche ich Zuspruch und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern neue Erkenntnisse und einen schönen Aufenthalt bei uns in Sachsen.

Mit freundlichen Grüßen

Helma Orosz
Sächsische Staatsministerin für Soziales




Foto Mozart Brunnen: Christoph Münch | Bearb.: CTW GmbH