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Anwendung von PEAK Plasmablade™ (PPB) bei brustwarzenerhaltender Glandektomie (nipple-sparing mastectomy, NSM) wegen Mammakarzinom mit inframammärem chirurgischen Zugangsweg
Wolfeneck U.1, Jastrow M.1, Langanke D.1
1St. Elisabeth Krankenhaus Leipzig, Senologie, Leipzig, Deutschland

Zielsetzung: PEAK Plasmablade™ (PPB) bezeichnet ein neu entwickeltes chirurgisches Instrument zur gleichzeitigen Schnittführung und Koagulation von Gewebe. Die geringere thermische Einwirkung auf das Gewebe (40-170°C) im Vergleich zu bisheriger Hochfrequenzchirurgie (200-350°C) scheint einen günstigen Effekt auf das postoperative Outcome zu erzielen. Primärer Endpunkt der vorliegenden Arbeit ist die Evaluation des PEAK Plasmablades™ anhand von brustwarzenerhaltender Glandektomie mit inframammärer Schnittführung hinsichtlich postoperativer Komplikationen und dem kosmetischen Ergebnis.
Material und Methoden: In einem Zeitraum von Februar 2019 bis Januar 2020 wurde bei n=20 Patientinnen eine brustwarzenerhaltende Glandektomie mittels PEAK Plasmablade™ am St. Elisabeth Krankenhaus Leipzig/Abteilung für Senologie durchgeführt. Alle Patientinnen erhielten postoperativ eine standardisierte ärztliche Untersuchung. Neben der subjektiven Einschätzung des kosmetischen Ergebnisses anhand einer Ratingskala, erfolgte eine sonographische Beurteilung hinsichtlich Serom- bzw. Hämatombildung und eine Einschätzung der Wundheilung, sowie der Nekrosebildung. Zudem wurde retrospektiv die Drainageliegedauer ermittelt.
Ergebnisse: Postoperativ zeigte sich eine Serommenge in der Drainage von 100±50ml. Die intraoperativ angelegten Drainagen mussten bis zum 3.±1 postoperativen Tag verbleiben. Zwei Patientinnen zeigten eine Nachblutung mit sekundärer Hämatomausräumung. Postoperativ infizierte sich ein Implantat, sodass ein Implantatwechsel erfolgen musste. Zudem zeigte sich bei einer Patientin eine Nekrosebildung.
Zusammenfassung: Im untersuchten Zeitraum konnte eine geringe Rate an postoperativen Komplikationen bei hoher Zufriedenheit mit dem kosmetischen Ergebnis festgestellt werden.
Schlussfolgerung: Bisherige Ergebnisse zeigen trotz einer geringen Fallzahl einen vorteilhaften Einsatz des PPB in der Mammachirurgie hinsichtlich des postoperativen Outcomes.