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Schilddrüsenmetastase als Primärmanifestation eines Mammakarzinoms
Eichelroth M.1, Bangemann N.1
1Carl-Thiem-Klinikum Cottbus, Frauenklinik, Cottbus, Deutschland

Eine 55-jährige Patientin stellte sich mit einer Struma nodosa in der viszeralchirurgischen Sprechstunde vor. Nach der Indikationsprüfung konnte die Thyreoidektomie komplikationslos durchgeführt werden. Der histologische Befund ergab eine ausgedehnte Metastasierung eines Mammakarzinoms in die Schilddrüse. Die Patientin wurde daraufhin in unserem Brustzentrum vorgestellt. Axillär waren mehrere Lymphknoten vergrößert und strukturell auffällig. Die Stanzbiopsie bestätigte ein Mammakarziom der rechten Mamma. Im Staging zeigten sich multiple Lymphknotenmetastasen und osteolytische Metastasen in der Wirbelsäule. Im Rahmen der Ribannastudie wurde die Patientin engmaschig betreut und erhielt Bisphosphonate sowie eine antihormonelle Therapie mit Letrozol in Kombination mit Kisqali. In den Kontrolluntersuchungen wurde ein stabile disease nachgewiesen. Das Mammakarzinom ist das häufigste Karzinom der Frau (1). Metastasen in der Schilddrüse sind selten (3, 4-6). Es bestehen Unsicherheiten bei den Therapieoptionen, wobei die systemischeTherapie im Vordergrund steht (7, 8). Auch die Prognose variiert je nach regionaler und systemischer Ausdehnung der Metastasen, des Allgemeinzustandes der Patientin sowie den verfügbarenTherapieoptionen.