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Dirofilariose der Mamma: Fallbericht und Literaturübersicht
Farthmann J.1, Windfuhr-Blum M.2, Kurz P.3, Schäfer H.-E.4, Snoeck V.1
1University of Freiburg, Obstetrics & Gynecology, Freiburg, Deutschland, 2Universitätsklinikum Freiburg, Radiologie, Freiburg, Deutschland, 3Universitätsklinikum Freiburg, Institut für Radiologie, Freiburg, Deutschland, 4Universitätsklinikum Freiburg, Institut für Pathologie, Freiburg, Deutschland

Zielsetzung: Wir präsentieren den seltenen Fall einer 59 Jahre alten Patientin aus Deutschland mit einer Dirofilariose der Mamma.
Material und Methoden: Fallbericht und Zusammenfassung der Literatur
Ergebnisse: Die Patientin stellte sich im Z.n. Mammakarzinom mit einem neuen Tastbefund der rechte Mamma vor. In der durchgeführten Biopsie stellten die Pathologen die Diagnose einer Dirofilariose. Es erfolgte daraufhin die brusterhaltende Operation. Am OP-Präparat konnte die Diagnose bestätigt werden. Der postoperative Verlauf war unauffällig, eine systemische Therapie war nicht nötig.
Dirofilariose ist eine Zoonose, die auch Menschen betreffen kann. Die meisten Fälle in Europa gehen auf D. repens zurück. Diese kann eine subkutane Dirofilarose erzeugen. Da der Mensch ein Fehlwirt ist, erreicht die Larve nicht das adulte Stadium. Die Therapie einer subkutanen Dirofilariose beschränkt sich in den meisten Fällen auf die operative Sanierung.
Zusammenfassung: Eine Dirofilariose ist eine seltene Differentialdiagnose bei Befunden der Mamma. Der Fall unterstreicht aber dennoch die Notwendigkeit einer histologischen Sicherung von Tast- oder bildgebenden Befunden.