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Sonographische Detektion von Clipmarkern im Simulationsmodell der Axilla
Gürgan S.1, Hoopmann U.1, Böer B.1, Fugunt R.1, Helms G.1, Röhm C.1, Seller A.1, Marx M.1, Hartkopf A.1, Preibsch H.2, Hahn M.1, Gruber I.1
1Universtitätsfrauenklinik Tübingen, Tübingen, Deutschland, 2Universitätklinikum Tübingen, Abteilung für diagnostische und interventionelle Radiologie, Tübingen, Deutschland

Einleitung: Die Markierung von Lymphknotenmetastasen in der Axilla ist die Voraussetzung zur selektiven axillären Lymphonodektomie ( targeted axillary dissection, TAD). Die Herausforderung der TAD liegt in der Detektion der Markierungsclips mittels Sonographie. In unserer Studie am Simulationsmodell untersuchten wir zehn unterschiedliche Marker bezüglich der Ultraschallsichtbarkeit.
Methodik: Das Simulationsmodell war aus Fettgewebe tierischen Ursprungs aufgebaut. Bei der Auswahl des Gewebes wurde darauf geachtet, dass die Tiefenausdehnung, Festigkeit und Gewebeaufbau der Axilla ähnlich waren.
Die Markierungsclips wurden parallel, diagonal und orthograd zum Schallkopf in einer standardisierten Schichttiefe von etwa 20 mm positioniert. Um die Lokalisation zu beweisen und falsch positive Befunde auszuschließen, wurde hinter dem Clip ein Markierungsdraht positioniert. Die sonographische Breite der Clips und die Lagetiefe wurden, sofern die Clips darstellbar waren, erfasst. Dabei beurteilten die Untersucher auch die Darstellbarkeit subjektiv (sicher, unsicher, nicht detektierbar). Im Anschluss erfolgte die Detektion zur Simulation der realen Utraschallbedingungen (SrB) ohne Lagekenntnis des Clips.
Schlussfolgerung:
- Die Ausrichtung der Marker im Gewebe beeinflusst deren Darstellbarkeit.
- Nicht alle Marker können detektiert werden.
- Marker mit rundlicher Struktur und Marker mit persistierender Hülle aus Kollagen oder Hydrogel sind unabhängig von ihrer Ausrichtung im Gewebe sicher detektierbar.


[Ergebnisse]